Für den Einsatz in der digitalen Produktion gestaltet SCHUNK auch seine Spannmittel zunehmend parametrierbar und vernetzbar. Die Vorteile zeigen sich vor allem bei der Bearbeitung kleiner und mittlerer Losgrößen sowie bei der transparenten Prozessüberwachung. Hierfür hat SCHUNK seine 5-Achs-Spanner der KSX-Serie um eine elektrisch angetriebene Variante mit frei programmierbarem Spannhub ergänzt - den KONTEC KSX-E.
Digitalisierte Prozessüberwachung
Angesteuert wird der neue KONTEC KSX-E mit 24 Volt DC über bodenseitige Federkontakte oder mit einer seitlichen kabelgebundenen Steckverbindung. Alle programmierbaren Parameter wie Spannkraft, Spannhub oder Backenposition können zeitgleich überwacht und über die integrierte IO-Link-Schnittstelle an die Maschinensteuerung übertragen und dort ausgewertet werden. Beim IO-Link handelt es sich um eine feldbusunabhängige Punkt-zu-Punkt-Verbindung, bei der das Spannmittel über einen IO-Link-Master in das entsprechende Feldbussystem eingebunden werden kann. Zukünftig soll es möglich sein, die Daten auch via Funk oder kabelgebunden an eine App zu übertragen und einzustellen.
Optimale 5-Seiten-Zugänglichkeit
Ein großer Spannbereich von bis zu 420 mm und die Backenvorpositionierung machen den KONTEC KSX-E besonders flexibel für die automatisierte Maschinenbeladung mit hoher Teilevarianz. Dank seiner Geometrie mit sehr hohen Backen garantiert der Spanner eine optimale Zugänglichkeit für die 5-Seiten-Komplettbearbeitung auf 5-Achs-Maschinen. Die oben liegende Spindel sorgt für ein Einleiten der Spannkraft direkt unterhalb des Werkstücks und verhindert so ein Aufbäumen der Backen. Die stufenlos programmierbare Spannkraft von bis zu 40 kN pro Backe sorgt parallel dafür, dass das Werkstück auch bei minimalen Spannflächen prozess- und vibrationssicher gespannt werden kann. Auch unter Einfluss von Spänen, Schmutz oder Kühlschmierstoff arbeitet der Spanner zuverlässig. Dank seiner Komplettabdichtung und -kapselung sind auch Elektronik und Aktorik bestens geschützt.